Die Köpfe und Pfoten hinter der Gefährtenschmiede!
Gestartet als One-Woman-Projekt, sind wir heute ein Team aus vielen Trainerinnen mit fundiertem Fachwissen. Unsere Wege ins Training waren unterschiedlich, aber unsere Haltung ist dieselbe:
Es gibt nichts Schöneres, als das Zusammenleben mit dem Hund auf echter Augenhöhe!
Die Vielfalt an Erfahrungen, Schwerpunkten und Hundetypen macht das Team so stark und unsere Begleitung individuell an dich und deinen Hund angepasst.
Vielleicht findest du sogar dich und deinen Hund wieder?
Helloo, ich bin
Hong Anh!
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Die Odyssee
Ich bin einmal quer durchs Hundetraining: erst positive-only [“Der Drive von deinem Hund ist MEGA! Was, Problemverhalten? Destruktive Energie? Das wächst sich von alleine aus“], Clicker, dann Schäferhundverein, Wasserflasche, Flankengriff, Leinenruck… sogar 3 Wochen Hundeinternat.
Als mein Hund zwei Jahre alt war, gab ich auf. Ich hatte alle Kommandos abgeschafft und nur noch gemanagt. Den Hund ziehen lassen und mir das ständige Fiepen wie traurige Musik angehört. Gleichzeitig war ich superfrustriert: „Ist das jetzt mein Leben?“
Heute muss ich immer schmunzeln, wenn ich bei anderen höre, wie schlimm der Hund und überhaupt eigentlich alles ist. Jedes Mal denke ich mir: „Oh honey, alles wird gut“ – ernstgemeint! I feel you.
Mein Tiefpunkt
Mein Tiefpunkt war im Frühling 2021 in Berlin im Treptower Park erreicht. Ich hatte eine Einzelstunde bei unserem 6. Trainer. Er war von einer sehr bekannten Hundeschule, auf Deutschlandtour unterwegs.
Ziel: Leinenführigkeit in 45 Minuten. Hammerhart teure Einzelstunde für mich als Studentin damals.
Der Trainer war super nett, erklärte mir Basics der Lerntheorie und nach 15 Minuten lief mein super reizempfänglicher Teenager-Hund an einem neuen Ort voller Menschen, Hunde, Fahrräder und Autos tatsächlich artig hinter mir an der Leine.
Die Geheimwaffe? Wasser.
Wir probierten es zuerst mit normalem Blocken, aber dem Trainer waren mein Timing und meine Intensität nicht gut genug. Also zauberte er die O2 Active-Flasche hervor und mein Hund erhielt bei Überschreitung der imaginären Grenze einen Spritzer ins Gesicht. Anschließend fuhr ich mit viel Optimismus heim und besorgte mir auch eine Spritzflasche.
Zu Hause: Gassi steht an, Hund ist aufgedreht wie immer. Ich hab die Flasche in der Hand und die Worte des Trainers im Ohr: “Du musst ihr zu verstehen geben, wer führt!”. Als ich voller Erwartung meinem Hund den ersten Spritzer verpasste, passierte… nichts. Sie war vielleicht ein bisschen irritiert, aber ging genauso nervös wie vorher nach vorne. Aber halt mit nassem Gesicht. Okay, vielleicht war es noch nicht deutlich genug! Vielleicht braucht sie es mehrfach!? Korrekturgeräusch, Blocken UND Wasser?
Long story short: Katastrophe. Nach etwa 20 Metern Spaziergang ging ich mit rasendem Herzen, heißem Kopf und klitschnassem Hund wieder rein, weil ich so unglaublich frustriert war und mich auch einfach geschämt habe, trotz des schlimmen Umgangs meinen Hund nicht unter Kontrolle zu haben.
Drinnen bin ich dann erstmal heulen gegangen. Es lag eindeutig an mir, dass sie so ist! Ich hatte die Entscheidung so sehr bereut, diesen Hund gekauft zu haben und wusste nicht weiter.
Liebe auf den ersten Blick
Mein Gefährtenschmiede-Moment war die Insta-Bio: „Ohne Keks. Ohne Druck. Fusion aus Wissenschaft und alternativen Denkansätzen“. Das hat sofort geklickt.
Prompt das erste Webinar geschaut und gedacht: OMG, das ist genau das, was ich immer wollte – und dann auch noch mit step-by-step Praxis!? This is the way.
Mein zweiter Hund kennt tatsächlich keine Kommandos. 😎
Weniger verlangen, mehr bieten
Das Konzept der Gefährtenschmiede verbindet alle Elemente. Es ist das Denken über reine Konditionierung und sonstige klassische Lerntheorie hinaus. Training und Alltag streng voneinander trennen? Oder noch schlimmer, Lernen ÜBER Leben stellen und Belohnung und Strafe über jede Situation drüber stülpen?
Ja, Lerntheorie, Verhalten, Timing und Verstärker/Strafen sind Teil des Lebens. Aber auch Genetik, Tagesform, Vorerfahrungen, Beziehung und Authentizität spielen eine Rolle. Und wenn es mal scheiße läuft, dann liegt es vielleicht nicht an dir oder deinem Hund. Vielleicht ist heut’ auch einfach ein Scheißtag. Morgen wird besser!
Der Schlüssel ist: weniger verlangen, mehr bieten. Viele Trainer reden immer viel von “Abgrenzung”. Wie soll ich mich von meinem Hund abgrenzen, wenn ich ständig drüber nachdenken muss, was er gerade darf oder nicht darf, was für Vorgaben er gerade hat und was er mit seinem Verhalten jetzt schon wieder für Hintergedanken haben könnte? Wenn sie mir einerseits sagen, ich solle dranbleiben und es ernst meinen, aber andererseits kritisieren, dass ich dem Hund mit meiner Emotion und Aufmerksamkeit zu viel Macht über die Situation gebe?
Durch die Gefährtenschmiede habe ich endlich verstanden, was Abgrenzung und “bei sich bleiben” wirklich bedeutet. Genau danach hatte ich die vorherigen Jahre gesucht.
Meine Fokusthemen
Beim großen Thema „Training“ liegen mir die Themen Prävention und Halterschulung mit Fokus “alles richtig machen wollen vs. aufs Bauchgefühl hören” am Herzen.
Das gilt auch für den Tierschutz: Früher bin ich als Pflegestelle gestartet mit “ich will verschiedene Hundetypen kennenlernen und schauen, was verschiedene Faktoren für einen Einfluss auf die Praxis haben” – inzwischen lösche ich eher im kleinen Rahmen Feuer, wenn einer “sofort weg muss” und rehabilitiere diese Hunde.
Die Theorie hinter der Praxis
Mein absolutes Nerd-Thema! Was bedeutet dieses praktische Element wirklich bzw. was soll es dem Hund vermitteln? Tut es das dann auch, oder was kommt wirklich bei ihm an? Was gibt es für häufige Fehler? Welche Bausteine gibt es überhaupt im Training und wo sind bei verschiedenen Ansätzen Parallelen und Unterschiede? Ahh, könnte ich ewig drüber blubbern.
Alltags-Wau-Wau
Bei uns gibt’s meistens Barf und Essensreste. Trockenfutter ist die „oje nicht rechtzeitig nachbestellt“-Alternative.
Nachts liegt Yuna je nach Laune bei mir im Bett oder im Hundebett am Fußende. Blaidd schläft meistens eigenmächtig in einem anderen Zimmer.
Lieblingsritual: Yuna morgens schnuffig ankriechen und sich wie ein Sack Kartoffeln in meine Arme fallen lassen.
Unnötigster Kauf: Ich liebe Hundemäntel. Mein Hund braucht keinen Mantel. Ich habe ihr trotzdem einen Mantel gekauft. Er ist zu klein. Seit 3 Jahren liegt er traurig im Schrank rum.
Führen heißt auch loslassen
Mein wichtigstes Hundewelt-Mantra: Führung heißt auch mal Verantwortung abgeben können, fünfe gerade sein lassen.
Du musst kein 100%-Soldat sein. Ein bisschen Chaos schweißt zusammen.
Übrigens: Du darfst in erster Linie an dich selbst denken. Nein, es geht nicht darum, den Hund zu vernachlässigen! Sondern eine klare Linie zu haben, der DU folgen willst. Dann ist es für den Hund auch viel einfacher, dir zu folgen.
Unpopular opinion
Steinigt mich, aber der Satz “adopt, don’t shop” wird viel zu sehr gefeiert. Wer sich mit der Adoption von Tierschutzhunden selbst beweihräuchert, hat nicht verstanden, worum es wirklich geht.
Scheißegal woher das Tier kommt, Hauptsache du handelst verantwortungsbewusst und weißt genau, worauf du dich einlässt oder/und bist aufs Schlimmste vorbereitet.
Ja, learning by doing ist auch wichtig! Aber dass ein Tier echt krass anstrengend [und teuer!] sein kann, sollte man nicht erst im Doing erfahren und sich dann wundern – oder es im schlimmsten Fall entsorgen wollen, wenn es zu unbequem wird. Egal was, do it responsibly.
Echte Beziehung statt Leberwursttube
Früher hatte ich alles durch: Positiv only. Aversiv. Ignorieren. Belohnen. Schimpfen. Clicker hier, Wasserflasche da. Nichts davon hat wirklich funktioniert. Mit meinem Mini-Aussie lief Agility super… solange kein Alltag oder Beziehung im Spiel waren.
Dann kam meine Tochter zur Welt und mir ihr die Frage: Warum dürfen Kinder wütend sein, Hunde aber nicht? Wieso begleitet man das eine – und will das andere “wegtrainieren”?
Heute will ich weder Leberwurst-Träger noch Feldwebel sein, sondern einfach souverän. Dabei hab‘ ich auch mich selbst besser kennengelernt. Ich weiß, dass niemand perfekt sein muss. Auch nicht ich. Und das fühlt sich verdammt gut an. Denn am Ende musste sich nicht mein Hund ändern. Sondern mein Denken.
Als ich merkte, dass Training auch schaden kann
Die Probleme kamen bei uns nach und nach auf: erst pöbeln, dann jagen, dann zuhause bei jedem Geräusch anschlagen. Ich hab irgendwann ernsthaft überlegt, ob ich die Türklingel einfach abmontiere.
Und dann waren da diese zwei Hunde. Für meinen Hund waren sie der Endgegner schlechthin. Einmal hat er’s geschafft, sich von der Leine loszureißen und ist auf sie los. Ist zum Glück nichts passiert. Aber mir war’s unendlich peinlich.
Also hab‘ ich eine Trainerin geholt. Die meinte, ich müsste noch doller werden. Ein paar Tage später: gleiche Hunde, diesmal Leine + Halsband + Geschirr. Er rastet aus. Ich werd “doller”, wie geraten. Plötzlich: Mein Hund dreht sich zu mir, knurrt, schnappt in die Luft und guckt mich an wie: „Das machst du nicht nochmal“.
Da wusste ich: Okay. Stopp. Wir sind auf dem komplett falschen Dampfer. Er war nicht das Problem. Ich auch nicht. Aber unser Umgang damit.
Nachdenken statt explodieren
Am Anfang war ich ehrlich gesagt skeptisch. Ohne Keks, ohne Kommando – und das soll funktionieren? Wir hatten schon so viel ausprobiert. Aber genau deshalb dachte ich: Ein Versuch noch.
Und dann ist etwas passiert, womit ich nicht gerechnet hätte. Zum ersten Mal hat sich unser Alltag wirklich spürbar verändert. Die Leinenführigkeit hat plötzlich funktioniert – nicht perfekt, aber so gut wie noch nie zuvor. Spaziergänge fühlten sich zum ersten Mal nach Miteinander an und nicht nach Dauer-Management.
Bei Reizen sind wir weiterhin im Training. Das Pöbeln ist nicht „weg“, aber es ist deutlich besser geworden. Er kann Situationen heute viel öfter ansprechbar bewältigen, statt sofort zu explodieren – und ich verstehe ihn und seine Bedürfnisse endlich wirklich. Das macht den entscheidenden Unterschied.
Das Wichtigste, was ich hier gelernt habe: Dranbleiben. Ein Verhalten, das sich über viele Jahre gefestigt hat, löst sich nicht in vier Wochen auf. Aber wir sind auf einem Weg, der sich endlich richtig anfühlt – nachhaltiger als alles, was wir vorher versucht haben.
Mehr als nur eine klassische Ausbildung
Nicht einfach nur [m]eine Ausbildung zur Hundetrainerin. Sondern endlich einen Ort, an dem Hundetraining wirklich Sinn macht. Mir war immer klar: Ich will mehr als nur “Sitz, Platz, Fuß” weitergeben. Ich will verstehen, warum Hunde tun, was sie tun. Und wie wir sie dabei begleiten können nicht durch Drill oder Bestechung, sondern durch Beziehung und echtes Verständnis.
In der Gefährtenschmiede geht’s nicht darum, Theorie auswendig zu lernen. Es geht darum, einzutauchen in die Psychologie dahinter. In die Prozesse, die im Hundekopf [und ehrlich gesagt auch in unserem eigenen] ablaufen. Und vor allem: Wie kann ich Training so gestalten, dass es wirklich im Alltag funktioniert? Nicht auf dem Hundeplatz unter Laborbedingungen, sondern mitten im Leben. Mit der Katze vom Nachbarn, dem Kinderwagen auf dem Gehweg und dem Pizzakarton am Boden.
Mit Sport & Herz für Problemfälle
Ich steh auf Training in Bewegung: Agility, Joggen, Radfahren, SUP – mein Hund ist dabei. Und ich hab ein Herz für die „Problemfälle“: laut nach vorne oder leise nach innen. ich hab ein Herz für die, die nicht ins Raster passen. Und find’s einfach schön, wenn man ihnen zeigen kann: Es geht auch anders. Und zwar richtig gut. Kleines Extra-Faible: Hütehunde. 😄
Alltags-Wau-Wau
Futter: Wenn er könnte, würde mein Hund alles fressen. Leider hat er eine extrem hohe Unverträglichkeit. Daher bekommt er ein Spezialfutter [trocken und nass].
Weitere Extrawurst: das Schlafen. Er schläft zwischen meinem Mann und mir.
Rituale: abends Couch-Kuscheln + Serien; wöchentlich Agility und mal richtig die Sau rauslassen.
Urlaubsliebe: Nordsee-Strand [Stichwort panierter Hund], da wird es auch ganz bald wieder hingehen oder ein Stück weiter nach Dänemark.
Underrated vs. overrated
Unterschätzt: Hunde sind keine Maschinen. Sie sind individuell und nicht perfekt. Wir auch nicht. Und das müssen sie auch nicht sein. Schämt euch nicht dafür und habt immer ein Augenzwinkern im Training in der Hosentasche.
Overrated: „Auslastung“ als Pflichtprogramm. Wer hat eigentlich damit angefangen, dass jeder Hund eine feste Aufgabe braucht? Wenn’s Spaß macht, go for it – wenn nicht, sind Alltag und Integration der Schlüssel. Und nach müde kommt blöd: Ruhe, Pausen, Selbstregulation sind so viel wichtiger als Dauerbeschäftigung. Was aber auch dazugehört: Wenn du dir bewusst einen Hund holst, der auf Leistung gezüchtet ist – egal ob zum Hüten, Jagen oder Arbeiten – dann solltest du ihm auch einen passenden Rahmen bieten. Er darf dann auch mal Dampf ablassen. Aber eben sinnvoll. Und nicht aus schlechtem Gewissen heraus.
Das muss ich euch noch sagen
Vergesst nicht, warum ihr euch einen Hund geholt habt.
Viel zu oft landen wir in dieser Dauerschleife von „Mein Hund muss…“ und „Der soll aber…“ Aber wo bleibt dabei der Spaß? Die Freude aneinander? Es geht nicht darum, dass dein Hund alles können muss. Es geht darum, dass ihr euch versteht.
Und ja manchmal heißt das auch: Management ist völlig okay. Wenn dein Hund auf dem Sportplatz völlig durchdreht, dann muss er da nicht mit. Er darf auch einfach zu Hause entspannen, während du deine Frau beim Fußball anfeuerst.
Nicht jeder Reiz muss „wegtrainiert“ werden. Manchmal darf man’s auch einfach lassen.
Und nur zur Erinnerung: Auch unsere Trainerhunde sind nicht perfekt. Aber sie sind genau richtig. So wie sie sind.♥ [Auch wenn wir sie manchmal auf den Mond schießen wollen 😁]
Hi, ich bin Franzi!
Moin, ich bin Lisa!
Wasser über’n Kopf
Im ersten Jahr war ich mit Siggi komplett überfordert. Uns war aber auch klar, im Tierheim hat sie keine Chance.
Als Trainer Nr. 3 mir die Wasserflasche empfohlen hatte, kam ich mir vor wie im falschen Film. Was muss passieren, dass man seinem eigenen Hund Wasser über den Kopf schüttet? Was hat das mit Vertrauen und Sicherheit zu tun?
Heute weiß ich, Siggi war einfach nur überfordert [so wie ich] und hat mir nicht vertraut.
Training ohne Angst vor der Polizei
Bei der Gefährtenschmiede hat es “Klick” gemacht, als ich merkte, ich kann trainieren, ohne das Gefühl zu haben, jemand zeigt mich an, weil ich meinen Hund misshandle. Ich hab mich sogar gut gefühlt! Und genau deshalb hat’s funktioniert.
Geduld und Ruhe statt Druck
Meine Superpower als Trainerin to be ist Geduld: zu akzeptieren, was Mensch oder Hund jetzt nicht leisten kann. Eben ohne auf Biegen und Brechen zu trainieren, wenn der Hund im Notfallmodus ist.
Lieber Ruhe und Gelassenheit statt „schnell schnell“. Keiner muss sofort alles können. [Siggi kann gefühlt alles ein bisschen, aber nichts richtig gut 😄]
Alles Hund!
Zugegeben, ich nerde gern: Leinen/Halsbänder selbst machen, Canicross [Ich möchte mit Siggi am Strongdog teilnehmen], dazu Physio-Übungen und Körpersprache: Das finde ich alles mega spannend.
Alltags-Wau-Wau
Futter: Dose, aber in kompliziert 😄
Schlafen: im Bett, manchmal schnarchend – ich liebe es, wenn sie nachts fiept und zappelt.
Ritual: zusammen rumliegen [Sofa/Bett] und am Wochenende lange Spaziergänge.
Fehlkäufe: Teure und unhandliche Leinen, hübsche Kauknochen mit nur Schrott drin und noch ’ne 10er-Karte in einer schlechten Hundeschule. 🙃
Bauchgefühl statt Schwarz-Weiß-Denken
Meine 4 wichtigsten Takes:
- Hör auf dein Bauchgefühl – auch ohne Trainertitel. Einige Trainer und zum Teil auch Social Media machen sehr viel kaputt.
- Manche Hunde passen nicht in einen schnellen Alltag. Schau ganz genau hin, bevor du sie zu dir holst.
- Grenzen helfen und sind nicht automatisch Gewalt. Für Hunde sind Grenzen einfach super wichtig, damit sie überhaupt wissen, was wir von ihnen wollen. Andersrum gilt das übrigens auch. Knurren oder Bellen heißt zum Beispiel nicht automatisch „ich bring dich um“, sondern vielleicht nur „ich brauche mehr Abstand“.
- Hündisches Verhalten ist anders als menschliches Verhalten. Klingt banal, wird aber wahnsinnig oft missverstanden.
Sitz & Leckerli-Eskalation
Was mich heute im Nachhinein zum Augenrollen bringt? Das allererste, was ich meinem Welpen beigebracht habe: Sitz. Im Kommando-Wahn hab ich später die Leckerli-Wertigkeit immer weiter hochgedreht. So als wäre Training ein Gourmet-Wettbewerb. Nagut, vielleicht ist es auch zum Lachen. 😄
Weg mit dem alten Ansatz
Ich habe eine klassische Hundetrainerausbildung gemacht. Kurz darauf ein Praktikum in einer klassischen Hundeschule absolviert und dann dort Gruppenstunden übernommen. Aber ich wollte weg von externen Mitteln. Beim Gefährten-Ansatz fand ich heraus, dass es auch ohne geht und psychologisch oft gar nicht so sinnvoll ist, mit Leckerlis zu arbeiten. Das hat mich fasziniert.
10 Minuten-Change
Mein erstes „Oh Yes!“ bei der Gefährtenschmiede war die allererste 10-Minuten-Übung aus WOS Modul I: Endlich mal 10 Minuten, in denen ich mir keinen Kopf darüber machen muss, wie ich jetzt mit dem Hund unterwegs bin und was ich am besten trainiere. Sondern einfach mal der Anleitung folgen und ganz bei mir sein. Und sich danach übers Ergebnis freuen!
Jagdhunde? Ja, bitte!
Meine klare Schwäche: Jagdhunde, besonders Vorstehhunde. Dementsprechend arbeite ich auch am liebsten am Thema Umgang mit ihnen. Darunter fällt auch die Integration dieser sehr aktiven Hundetypen in den Alltag als Familienhund.
Move it!
Ich liebe Sport für den Menschen, wo der Hund dabei sein darf: Kopf aus, Bewegung an und einfach mal Pause vom Alltag.
Alltags-Wau-Wau
Futter: Bei uns gibt’s Trockenfutter, manchmal Nass – plus mehrfach täglich Essensreste der Kinder 😇
Nachts? Schlafen sie auf dem Sofa [glaube ich 😄].
Mein Top-Fehlkauf war ein teurer Hundeschlafsack, in der Hoffnung, sie kommen da selber rein… heute ist es nur noch eine stinkende XXL-Decke, die zu groß für die Waschmaschine ist.
Message zum Schluss
Nicht vergessen: Dein Hund ist [nach der Adoleszensphase] ein erwachsenes, soziales Lebewesen! Er wird es sehr schätzen, nicht als Kind oder Dressurtier behandelt zu werden. ❤
Hey, ich bin Marie!
Hi, ich bin Laura!
Stressi-Herz
Ich lebe mit einem kleinen Stressi-Herz: von null auf tausend, laut, schnell aufgeregt, sensibel bis ins Mark. Und als wäre das nicht genug, hat er an der Leine gezogen, als wollte er die Erdrotation höchstpersönlich beschleunigen. Viele Spaziergänge waren eher ein Wettkampf als ein Miteinander.
In einer Hundeschule habe ich erlebt, wie ich ohne viel Vorwarnung die Leine aus der Hand gerissen bekam, mein Hund hochgehoben und geschüttelt wurde, damit er endlich „funktioniert“. In einer anderen wurde versucht, ihn über Druck, Aufhängen an der Leine und Schreien „ruhig zu bekommen“.
Das ist definitiv nicht mein Weg. Also begann ich zu suchen. Ich absolvierte Trainerausbildungen, studierte Hundewissenschaften und tauchte immer tiefer ein. Das brachte Wissen, aber nicht die Lösung. Bis ich auf die Gefährtenschmiede stieß.
Ich sah ein Konzept, das endlich Sinn ergab. Eine Haltung, die meinen Hund nicht korrigieren, sondern verstehen wollte. Und plötzlich: Bam! Da war die Antwort auf all die Fragen, die mich so lange begleitet hatten.
Seitdem befasse ich mich intensiv mit diesem Weg und ich lebe ihn. Nicht perfekt, aber echt. Nicht über Druck, sondern über Verbindung. Und zum ersten Mal fühlt es sich wieder an, als würden wir gemeinsam wachsen.
Vom Funktionieren zum Fühlen
Mein „Bam“-Moment war leise: Ankündigen. Beobachten. Erst hinschauen, dann handeln. Wir sind eher zufällig in die Gefährtenschmiede reingestolpert und es hat vieles verändert: ruhig, klar, ohne Kekse, ohne Druck. Ich hatte vorher so viele Methoden gesammelt, dass mir das authentische Miteinander fast durchgerutscht ist.
Kein höher, schneller, weiter, sondern gemeinsam
Vor der Gefährtenschmiede war ich mehrere Jahre Trainerin in einer größeren Hundeschule [belohnungsbasiert]: Welpen, Junghunde, Agility und vor allem Trickdogging.
Diese Stunden waren für mich pures Gold: kein Prüfungsdruck, kein „höher, schneller, weiter“, sondern Qualitätszeit, lachen, lernen, verbinden. Genau dieses Gefühl wollte ich wieder in den Alltag holen.
Warum mein Hund Klarheit braucht, um kreativ zu sein
Ich bin ein absoluter Fan von Trickdogging.
Aber mit klarer Klammer: Start und Ende sind deutlich, damit mein Hund weiß, worum’s geht und sich nicht verliert. Dann blüht er auf, ist mit ganzem Herzen dabei, vertraut mir und wir erschaffen zusammen was.
Alltags-Wau-Wau
Futter: Chemiefreies Trockenfutter von Greenheart Austria.
Nachts liegt er neben mir auf seiner Matte.
Lieblingsritual: abends tricksen, abschalten, und knuddeln [à la Cocker Spaniel – ganz dicht und möglichst wenig Abstand. 😂]
Fehlkauf: ein kurzes, teures Webinar zur „Hundekommunikation“, das null zu uns passte – dafür weiß ich jetzt sehr genau, was ich nicht will.
Und unser Highlight: Salzburg, Bergbach. Da war er schon 6 Jahre alt und Berührungen mit Wasser waren ihm bis dato nicht geheuer. Doch beim Wandern stießen wir auf einen kleinen Bergbach. Ohne zu überlegen, stapfte er knietief hinein – voller Freude, aus eigener Entscheidung. Von diesem Moment an war das „Wasser-Thema“ für uns geklärt. Jedes Mal, wenn er jetzt einen Bach sieht, möchte er am liebsten sofort hinein. Es war ein wunderschöner Augenblick, in dem ich sehen konnte, wie er aufblüht.
Verbindung statt Dominanz-Storys bitte
Unterschätzt ist für mich authentisches Zusammenleben: nicht Kontrolle, sondern gesehen werden, verstanden werden, gemeinsam wachsen.
Overrated: Dominanz-Storys, Machtspielchen und alles, was Hunde nicht auf Augenhöhe betrachtet.
Das ist Gold wert!
Unser Weg – deine Chance!
Verschiedene Fachgebiete, gebündelte Erfahrung und ein gemeinsamer Anspruch: herausfinden, was wirklich funktioniert!
Wir haben die unterschiedlichsten Ansätze getestet, verworfen und neu gedacht. Damit du und dein Hund zu echten Gefährten werdet.
Wie alles begann!
Von der Arbeit mit Raubkatzen zu einem Hundetraining, das im Alltag wirklich funktioniert und euch zu echten Gefährten macht.
Ich hör’s noch heute. Rückruf? Am Hundeplatz ging meine griechische Tierschutzbretonin dabei ab wie Schmidts Katze! Und in den Situationen, in denen es wirklich drauf ankam? Ähm ja. *räusper*
Ihre favorisierte Bewältigungsstrategie für einfach alles? FREEZE. Außer bei Katzen. Da war es dann RUN. Ach ja und bei Kaninchen. Und bei Rehen. Und Mäusen. Gerüchen. Und hab‘ ich schon erwähnt, dass sie andere Hunde mal grundsätzlich scheiße fand?
Nikki hatte viele Baustellen und nahm den Großteil davon mit ins Grab. Dabei hatten wir wirklich hart gearbeitet! Die Hundeschule sah uns mehrmals die Woche: Einzelstunden, Gruppenstunden, Themenkurse und Antijagdseminare. We did it all! Auf den Spaziergängen wurde natürlich ebenfalls trainiert und abends dann noch die passende Lektüre verschlungen. Joa. Hätten wir uns auch irgendwie sparen können.
Das Problem lag auf der Hand: Mein Training war Schrott. Das Timing nicht perfekt, die Reize doch zu schnell gesteigert. Aaaargh.
Also noch tiefer ins Thema einsteigen!
Parallel zum Jurastudium musste eine Ausbildung zur Hundetrainerin her. Angestellt in einer großen, modernen Hundeschule erzählte ich also viel über positive Verstärkung, spannende Spaziergänge und die Sache mit der Ressourcenverwaltung.
Aber die Zweifel wurden immer größer: Warum stößt modernes Hundetraining regelmäßig an Grenzen, die es in der Natur nicht zu geben scheint?
Also ab nach Südafrika und bei der Arbeit mit Raubkatzen das eigene Wissen auf die Probe gestellt.
Auge in Auge mit den schnellsten Landsäugetieren der Welt, waren Kekse in der Tasche schlicht gefährlich und Druck führte zu Gegendruck – suboptimal, so ohne Zaun. Ich war nicht in der Position, Geparden und andere Raubtiere zu bevormunden.
Erst mit dieser Erkenntnis wurden wir zu Gefährten und erlebten Situationen, die ihr mir niemals glauben würdet. Nur eine Rückkehr in die klassische Hundeschulwelt war danach nicht mehr möglich.
Geparden und Hunde?
Ich zeige dir, wie echte Verbundenheit entsteht. Ganz ohne Kommandos, Lockmittel oder Strafen.
Auge in Auge mit den schnellsten Landsäugetieren der Welt, waren Kekse in der Tasche schlicht gefährlich und Druck führte zu Gegendruck. Suboptimal, so ohne Zaun.
Heute lebe ich nicht nur ohne Bevormundung auf Augenhöhe mit meinem Hund, sondern ich teile mein Wissen mit dir. Damit du endlich die Leichtigkeit spüren kannst, die du verdient hast.
Übrigens haben Straßenhunde, die ohne Menschenkontakt aufgewachsen sind, diese Superkräfte genauso wie ein Welpe, der behütet beim Züchter aufgewachsen ist. Also sagt die Wissenschaft.